Es wird geschätzt, dass es auf der ganzen Welt ungefähr 20.000 unterschiedliche Bienenarten gibt. Ungefähr 700 Arten gibt es in Europa und von diesen ungefähr 500 in Deutschland.

honeybee soloEs gibt Seidenbienen, Maskenbienen, Sandbienen, Zottelbienen, Furchenbienen, Spiralhornbienen, Hosenbienen, Schenkelbienen, Sägehornbienen, Bauchsammler, Pelzbienen, Holzbienen, Wespenbienen, Langhornbienen, Hummeln und Honigbienen. Unsere heimischen Arten, die von Imkern zur Honiggewinnung gehalten werden, gehören zu den Honigbienen und werden zu den Stechimmen gezählt.
Unsere Honigbienen gehören zu den staatenbildenden Insekten und sind anders als die Hummeln, die zwar auch Staaten bilden, aber bei denen nur die Königin überwintert, alleine nicht überlebensfähig. Sie brauchen immer den gesamten Bienenstaat. Nur deshalb legen unsere Bienen für den Winter, während dessen sie keinen Nektar und Pollen sammeln können, große Vorräte an, derer wir uns dann bemächtigen können.

Alle Bienen, die wir an den Blüten sehen, sind Weibchen und werden Arbeiterinnen genannt. Männchen, sogenannte Drohnen, gibt es nur zu bestimmten Zeiten und dienen ausschließlich der Fortpflanzung. Jede weibliche Biene hätte eine Königin werden können, wenn Sie anders gefüttert worden wäre. Denn solche Bienenlarven, die einmal eine Königin werden sollen, werden mit Gelee Royal gefüttert. Diesen produzieren die Arbeiterinnen in bestimmten Drüsen und es ist damit eines der zwei Produkte welche die Bienen selbst herstellen. Der andere Stoff ist das Wachs, welches ebenfalls von den Arbeiterinnen in Wachsdrüsen ausgeschwitzt wird.
Ausser diesen beiden Stoffen, die wir als Imker gewinnen und verarbeiten können, sammeln die Bienen Nektar, der auf einen Wassergehalt von unter 20% getrocknet und mit konservierendem Speichel vermengt wird, Pollen, als Eiweißquelle für den Nachwuchs, und Propolis (Baumharze) zum verkitten und desinfizieren des Inneren der Bienenbehausung.
Somit können unsere Bienen Quelle für fünf verschiedene Naturprodukte sein.

Bienen tauchen übrigens fast nie am Esstisch auf. Das sind meistens Wespen, die keinen Pollen sammeln können (ihnen fehlen die ‚Höschen‘ an den Hinterbeinen) und deshalb für ihren Nachwuchs andere Eiweißquellen, wie zum Beispiel Fleisch, benötigen.
Da Bienen beim Stechen ihren Stachel verlieren, stechen sie meist nur in absoluten Notsituationen, wie beispielsweise wenn sie gequetscht werden.
Häufiger sind Wespenstiche. Aber Achtung: Auch die Wespen sind für unser Ökosystem äußerst wichtig und stehen alle unter Naturschutz.